Nach einer wiedermal viel zu kurzen Zeit gings dann am naechsten morgen zu einer der groessten Attraktionen in den Grampians: Dem Pinnacle, einerm kleinen Felsvorsprung, von dem aus man einen tollen Ausblick hat. Von unserem Haus aus haben wir den Pinnacle gesehen, in mehreren hundert Metern Hoehe. Wir haben gedacht, dass wir mit dem Bus ein paar Hundert Meter hoch fahren, und dann die letzten paar Meter zu Fuss zurueck legen.... scheisse wars: Wir mussten alles zu Fuss hoch! Aber das ging eigentlich doch ganz gut (ich glaub, meine Blasen fuehlen keinen Schmerz mehr!), denn der Weg war sehr gut ausgebaut und er war auch definitiv nicht so anstrengend, wie Hollow Hill. Und der Ausblick war mal wieder gigantisch:
Als wir dann vom Pinnacle wieder unten waren ging die Fahrt weiter Richtung "Great Ocean Road", einer der bekanntesten und schoensten Kuestenstrassen der Welt! Die Strasse ist in 2 Teile aufgeteilt: Die Schiffswrack- und die Surferkueste. An diesem Tag stand die Schiffswrackkueste auf dem Plan, welche echt absolut gigantisch war:
Nach sehr vielen Stopps an verschiedensten Aussichtspunkten und kurzen Besuchen am Strand (Baden war wiedermal nicht ratsam: hier hat es sehr sehr viele Weisse Haie!) gings dann am Mittag zu einem der Topphighlights meiner bisherigen Reise: Einem Helicopterflug ueber die Schiffswrackkueste:
Das war absolut gigantisch! Ich hab den halben Flug mitgefilmt, ich hoffe, das Video ist was geworden.... Aus der Luft sehen die ganzen Felsen noch gigantischer aus, als sie es von Land aus tun und aus der Luft haben wir auch endlich die absoluten Highlights der Kueste gesehen: Die 12 Apostel (auf dem Bild hinten rechts). Die 12 Apostel sind heute allerdings nur noch 8,5, denn das Meer nagt jedes Jahr 7cm an den Felsen ab!
Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fuer diesen Tag gings nochmal an einem Lookout vorbei, diesesmal zu dem "Salz- und Pfefferstreuer" (mitte rechts). Salz- und Pfefferstreuer ist ein neuer, politisch korrekter Name, denn der Felsen hatte vorher einen etwas sexistischen Namen, naemlcih "The Titts", aber die australische Regierunge hat vor ein paar Jahren dann auch schon gemerkt, was damit gemeint war, und die Felsen wurden kurzerhand unbenannt....
Unsere Unerkunft fuer diesen Tag war das Hostel in Princetown, einer "Stadt" direkt an der Great Ocean Road. Und jetzt kommt der Hammer: Die Stadt hat eine Bevoelkerung von genau ZEHN Leuten (deshalb bin ich froh, in Melbourne zu sein! Da wohnen ueber 100.000 mal mehr Menschen, und den Unterschied merkt man halt doch erheblich!). Aber in Princetown gibt es alles, was man will: Eine Telefonzelle (funktioniert zwar nicht, aber man hat wenigstens eine!), einen Briefkast, der sogar geleert wird!), einen Alkoholladen und einen Pub, das wars! Mit unserer Gruppe haben die die Zahl der Menschen, die in dem Ort sind einfach mal so verdreifacht! Lustiger Gedanke irgendwie!Hier ein Bild vom Stadtzentrum: Links der Pub und rechts der Generalstore! Das wars! Ich glaub, ich hab an dem Tag mit jedem Bewohner der Stadt persoenlich geredet!
Da wir heute morgen sehr frueh aufgestanden sind, hatten wir noch etwas Zeit bevor wir zum 2. Teil der Great Ocean Road, der Surferkueste, aufgebrochen sind, drum sind wir zur Loch Ard Groge gefahren, einer Felsschlucht, in der ein sehr tragisches Schiffunglueck passiert ist. Allerdings ist die Geschichte sooooo kompliziert, dass ich sie hier nicht wieder geben kann, da sind einfach zu viele komisch Sachen passiert! Aber das Unglueck der "Loch Ard" soll ohnehin bald verfilmt werden!Kaum zu glauben, dass hier einmal mehrere Dutzend Menschen den Tod gefunden haben!
Auf dem Weg Richtung Surferkueste gings dann zuerst zu dem Otwat Treetop Walk, einem Weg durch die Baumkronen des Kaltzonen-Regenwaldes Victorias. Der Regenwald hat seinem Namen wiedermal alle Ehre gemacht und es hat geschuettet wie aus Eimern und es war kalt wie Sau! Aber nichtsdestotrotz war es sehr interessant:
Anschliessend gings dann endlich an die beruehmte Surferkueste, die wir komplett abgefahren sind. Die Strasse schlaengelt sich um sameltiche Felsen und wunderschoene Buchten! War echt sehr schoen. Und zu unserem Glueck hatte es auch noch aufgehoert zu regnen.An einem Ort namens Kennet River haben wir dann angehalten und Ausschau nach Koalas gehalten. Und tatsaechlich haben wir sehr viele der kleinen Beuteltiere gesehen, wie sie in den Baumkronen schliefen.
Was den Koalas allerdings etwas die Schau gestielt haben, das waren die Papageien: Auf einmal kam ein ganzer Schwarm roter und gruener Papageien auf uns zu und landeten ohne Vorwarnung auf unseren Koepfen, Armen und Schultern - einfach aus purer Neugier! Dabei sind dann ein paar toll Bilder entstanden:
Von Kennet River ging die Fahrt dann an der Kueste weiter Richtung Melbourne, wo wir nach einem kurzen Stopp in Torquay (Heimat der Modemarken Ripcurl und Billabong) puenktlich um 19 Uhr angekommen sind. Viel habe ich von der Stadt nicht gesehen, nur das Subway und den Supermarkt um die Ecke. Morgen werde ich dann meine Endeckungstour durch diese Riesenstadt starten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen